×

Verschoben: French-German Summer School 2021 "Infection and Immunity" in Leipzig

Aufgrund der unveränderten Coronavirus-Pandemie-Situation und den auch in Leipzig herrschenden Einschränkungen waren wir gezwungen, auch die French-German Summer School 2021 um ein Jahr zu verschieben. Alle Teilnahme-Kandidaten werden schriftlich benachrichtigt.

Studium & Praxis

French-German Summer School

Die Teilnehmer der ersten French-German-Summerschool 2013 in Gießen - Foto: Prof. Geyer

Ehrenvolle Entscheidung eines internationalen Gremiums zugunsten des Standortes Gießen
Vorbereitungen für die „French-German Summer School for the Promotion of Veterinary Science” im August 2013 angelaufen

Der Fachbereich Veterinärmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) genießt nicht nur im eigenen Land einen hervorragenden Ruf.

Stolz sind die Mitglieder des Fachbereichs auch darauf, dass sie von ihren internationalen Kolleginnen und Kollegen als erste tiermedizinische Ausbildungsstätte ausgewählt wurden, eine französisch-deutsche Summerschool auszurichten.

Die erste „French-German Summer School for the Promotion of Veterinary Science” (FGS) wird vom 19. bis 31. August 2013 am Fachbereich 10 – Veterinärmedizin der JLU zum Thema „Membrane Proteins; from cloning to function“ stattfinden. Die intensiven Vorbereitungen sind jetzt angelaufen.

Der offizielle Startschuss der FGS fiel in Budapest im Rahmen der 25. Generalversammlung der European Association of Establishments for Veterinary Education (EAEVE). Die Leiter aller deutschsprachigen universitären tierärztlichen Ausbildungsstätten (an den fünf Standorten Berlin, Gießen, Hannover, München, Leipzig, Wien und Zürich-Bern)  und der französischsprachigen Einrichtungen (Alfort, Liege, Lyon, Nantes, Toulouse) unterzeichneten in diesem Sommersemester die Statuten einer „French-German Summer School for the Promotion of Veterinary Science“ (FGS). Die Statuten sehen vor, dass einmal pro Jahr von einer der beteiligten Einrichtungen eine französisch-deutsche Summerschool organisiert wird. Jede Einrichtung kann bis zu zwei Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmer entsenden, die sich in der Regel im postgradualen Studium befinden. Die Kosten für die Teilnahme werden großteils von den entsendenden Einrichtungen getragen, wodurch die finanziellen Grundlagen der FGS gesichert sein sollen.

Der Fachbereich Veterinärmedizin erwartet im Sommer 2013 etwa 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer  zur ersten FGS in Gießen. Mit „Membrane Proteins; from cloning to function” greifen die Organisatoren ein hoch aktuelles und auch im Fachbereich von verschiedenen Arbeitsgruppen bearbeitetes Thema auf. Neben einigen  internationalen Referenten kann bei der Durchführung der FGS daher vor allem auf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den eigenen Reihen zurückgegriffen werden.  Die nächsten Veranstaltungen sollen 2014 an der Ecole Vétérinaire in Nantes und 2015 an der Vetsuisse Fakultät in Bern stattfinden.

Prof. Dr. Dr. h.c. Bernd Hoffmann - Foto: JLU-Pressestelle / Charlotte Brückner-Ihl

„Mit der Unterzeichnung der Statuten der FGS ist eine lang gehegte Idee endlich umgesetzt worden”, freut sich der Gießener Veterinärmediziner,  frühere Vorsitzende des Veterinärmedizinischen Fakultätentages, Mitinitiator und Koordinator Prof. Dr. Dr. h.c. Bernd Hoffmann. Bereits 2004 fand in Paris unter Beteiligung der Fakultäten/Fachbereiche, des deutschsprachigen Fakultätentages sowie hoher ministerialer Vertreter eine Tagung zum Thema „Von den Partnerschaften zwischen den tiermedizinischen Fakultäten und den Ecoles Nationales Vétérinaires zu einer französisch-deutschen Universität?“ statt. Erste Bemühungen, eine Summerschool an einer festen Einrichtung zu schaffen, verliefen jedoch im Sand. Erst die Initiative des Fakultätentages, die Summerschool als Kooperationsprojekt der verschiedenen tierärztlichen Ausbildungsstätten zu planen,  brachte  den Zug ins Rollen. Prof. Hoffmann nahm das Mandat nach seinem Ausscheiden aus dem Vorsitz mit.

Der Unterzeichnung in Budapest ging ein erstes Treffen der deutsch-französischen Einrichtungen im Mai 2011 in Lyon voraus. Die Vertreter der beteiligten Einrichtungen sind der festen Überzeugung, dass durch die FGS mehr Transparenz und die gegenseitige Zusammenarbeit gefördert werden. Nur auf der Basis gemeinsamen wissenschaftlichen Interesses wird es möglich sein, die nächsten Schritte zu gehen, ist Prof. Hoffmann überzeugt. Ziel sei es, gemeinsam wissenschaftliche Projekte zu beantragen und zu bearbeiten und damit zu einem aktiven Austausch der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu kommen.

Seit mehr als 20 Jahren hatte der Gründungsvater des Vereins „France-Allemagne Veterinaire  / Verband Deutsch-Französischer Tierärzte“, Dr. André Debois, Träger hoher französischer Auszeichnungen sowie der Wilhelm-Pfeiffer Medaille des Fachbereichs 10 – Veterinärmedizin der JLU, auf einen solchen weiteren Schritt in der spezifischen deutsch-französischen Zusammenarbeit gewartet. Er, der 1971 die „France-Allemagne Vétérinaire“ ins Leben gerufen hatte, hat – gemeinsam mit den anderen Vorsitzenden des Vereins – die aktive Unterstützung der FGS zugesagt. Auch wenn die Finanzierung der FGS durch die Eigenbeteiligung der Einrichtungen weitgehend gesichert ist, werden zusätzliche Fördermittel unumgänglich sein, um eine attraktive Weiterbildung langfristig anbieten zu können.